Der Unterschied zu Bambus

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Wir stellen unsere Kleidung aus Eukalyptus her. Aber warum nicht aus Bambus? Ist das nicht auch sehr nachhaltig? Jeder Stoff hat seine Vor- und Nachteile, und wir haben darüber sehr sorgfältig nachgedacht. Lesen Sie, warum!

Warum wählen Sie Eukalyptus?

Wir verwenden Eukalyptus zunehmend als Alternative zur Baumwolle, die (biologisch bzw. nicht biologisch ist) einfach keine so umweltfreundliche Pflanze ist. Eukalyptus ist und hat viele weitere Vorteile. Viele davon sind bereits bekannt, es ist beruhigend, gut für die Haut und wird oft in Tagesprodukten verwendet. Es ist auch ein sehr innovativer Stoff, der federleicht ist und sich seidig weich anfühlt. Es ist atmungsaktiv, bakterienhemmend und feuchtigkeitsregulierend. Das bedeutet, dass verschwitzte Gerüche weniger wahrscheinlich sind und Ihr Hemd tagelang frisch bleibt. Wir bekamen sogar eine Rezension von jemandem, der 12 Tage lang darin gecamped hat und trotzdem neutral roch! Die Umweltbelastung ist ebenfalls sehr gering, bis zu 95% geringer als bei Baumwolle. Wussten Sie, dass eine Baumwoll-Boxershorts (außer Pestiziden und Düngemitteln) etwa 700 Liter Wasser enthält? In einem Eukalyptus-Boxer sind das etwa 30 Liter.

Bambus ist viel beliebter, warum benutzten Sie ihn nicht?

Wir haben uns das auch angesehen, aber leider war es nicht so nachhaltig, wie wir dachten. Bambus wächst sehr schnell, was den Anbau erleichtert. Aber Bambus ist ein Gras mit einer sehr harten Zellwand, was die Verarbeitung zu Garn erschwert. Zur Enthärtung werden häufig aggressive Chemikalien (einschließlich Schwefelsäure) verwendet, die über den Abfallstrom in die Umwelt gelangen. Außerdem werden mindestens 30% des Bambus mit Baumwolle vermischt, um den Stoff stark genug zu machen, und dann ist man teilweise wieder bei Baumwolle. Wir denken, Bambus ist ein schöner Baustoff, aber nicht so gut geeignet wie ein Rohstoff für Textilien. Eukalyptus wächst ebenfalls sehr schnell, ist aber ein Weichholz, das sich leichter zu Fasern verarbeiten lässt. Dies geschieht in einem umweltfreundlichen, abfallfreien Verfahren. Die Fasern werden mit einem organischen Lösungsmittel erweicht, das vollständig verbraucht ist. Nichts landet im Abfallstrom. Auch das Energieniveau (und damit die CO2-Emissionen) in unserem Verarbeitungsprozess ist deutlich geringer als bei der Bambusproduktion.

Was sind die Nachteile von Eukalyptus?

Es gibt nicht eine Substanz oder einen Prozess, der zu 100% nachhaltig ist, sie alle haben ihre Vor- und Nachteile. Viele Menschen denken bei dem Wort Eukalyptus als Wildwuchs. Der Baum wächst sehr schnell und kann ganze Flächen einnehmen, wobei andere Pflanzen verschwinden. Es enthält auch Eukalyptusöl, das dem Feuer im Falle eines Waldbrandes einen zusätzlichen Schub geben kann. In Portugal zum Beispiel haben sie damit manchmal große Probleme. Dazu wollen wir natürlich nicht beitragen! Deshalb wird unser ganzer Eukalyptus in FSC-gesteuerten Wäldern in Afrika angebaut, auf Flächen, die nicht nutzbar sind und wo er andere Pflanzen nicht stört. Hier hat es natürlich keinen Einfluss auf die Waldbrände in Portugal. Die Wälder werden sorgfältig bewirtschaftet, so dass das Brandrisiko auf ein Minimum reduziert wird. Laut Canopy, einer kanadischen NGO, die sich für den Schutz der Regenwälder einsetzt, ist der Lieferant unserer Holzfasern der nachhaltigste Lieferant der Welt.

Nach Ansicht von Freund und Feind ist Eukalyptus die Bienenkönigin (d.h. die Beyoncé) unter den Substanzen. Es ist sicherlich ein teurerer Rohstoff als Baumwolle, aber dafür bekommt man viel Komfort und Haltbarkeit. Wir hoffen, dass immer mehr Menschen Eukalyptus entdecken und annehmen, damit er mehr zum Mainstream wird und wir unsere Preise senken können. Je mehr Sie uns unterstützen, desto schöner ist die Welt, die wir für alle gestalten können!